Vivian Maier – ein unbekannter Diamant

Ich bin persönlich ein sehr großer Fan von Vivian Maier`s Arbeit.
Nicht nur da Sie ein wunderbares Gespür für Fotografie hatte, sondern da jedes Bild einen traurigen Beigeschmack mitführt:

Vivian Maier zeige niemanden in ihrem gesamten Leben auch nur ein einzelnes Bild, welche Sie täglich in großer Zahl ablichtete. Unbekannt und arm verstarb Sie nur kurze Zeit bevor Ihre Arbeit in einem kleinen Kellerabteil ersteigert wurde.
Mittlerweile zählt sie zu den größten Fotografen der Weltgeschichte.

Sie war zu Lebzeiten vollkommen unbekannt, und doch ist sie eine der großen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Fast schon fanatisch muss sie über viele Jahre hinweg große Mengen an Rollfilmen (6×6) verbraucht haben. Sie machte unglaubliche aussagekräftige Fotos, fast ausschließlich mit einer doppeläugigen Rolleiflexkamera, doch veröffentlicht oder irgendjemand gezeigt hat sie nie ein einziges Bild. Sie hat die meisten ihrer Fotos wohl selbst nie gesehen, weil viele Filme überhaupt nicht entwickelt wurden.

Es ist fraglich, ob man jemals viel mehr als einige übrig gebliebene Informationspuzzles über diese begnadete Fotografin erfahren wird. Denn es ist einem bloßen Zufall zu verdanken, dass ihre Bilder überhaupt entdeckt wurden. Und die Geschichte der Entdeckung ihrer Fotos und Filme ist genauso spannend wie ihre wunderbaren Streetaufnahmen selbst. John Maloof ist es zu verdanken, das ihre Fotos heute gewürdigt werden, leider erst nach ihren Tod.

„Ich muss Ihnen sagen, dass ich mein Leben mitbringe, und mein Leben befindet sich in Boxen“,
sagte Vivian Maier einmal vor dem Einzug. Kein Problem, erwiderte der Hausherr und stellte die Kinderfrau ein. Er ahnte nicht, dass Maier 200 Schachteln befüllt mit Filmen und Fotos mitbrachte, die sie in seiner Garage bis unter die Decke stapelte.

Quelle: vivianmaier.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.