Kimokawaii

They’re supposed to be gross, and that’s what makes them cute.
It’s called kimo-kawaii, or gross-cute

Charaktere wie Hello Kitty, Pikachu, Rilakkuma oder Doraemon trugen wesentlich zum Niedlichkeitsimage Japans bei. Im Gegensatz zu diesen „Mainstreamcharakteren“ entstanden in den letzten Jahren auch exzentrische Figuren wie Kobito Dukan, Lerch-san oder Gloomy Bear, welche auf den ersten Blick eigenartig oder sogar unheimlich erscheinen. Trotz seltsamer Gesichter und krotesker Körper sind diese Charaktere nicht vom japanischen Niedlichkeitstrend ausgeschlossen – und stecken in Pilzkostümen oder Pfirsichkapuzen. Diese Erscheinung wird Kimokawaii genannt, was sich aus den japanischen Wörtern Kimochi Warui (schlechtes Gefühl) und Kawaii (niedlich) zusammensetzt.

Nachdem beinahe jede japanische Stadt ein Maskottchen mit süßem Aussehen hat, wurde es mit der Zeit immer schwieriger aufzufallen und aus der Masse herauszustechen. Auch in diesem Bereich wird Kimokawaii-Ästhetik eingesetzt, um Abwechslung zu schaffen und zu provozieren. 
Funassyi ist das birnenartige Maskottchen, einer Stadt in der Nähe Tokyos. Im Gegensatz zu seinen Mitstreitern und Mitstreiterinnen, scheut sich Funassyi nicht davor zu kreischen, wild zu hüpfen und wird sogar mit Explosionen im Hintergrund in Szene gesetzt.

Nachdem sich Kimokawaii etabliert hat, entstand auch schon ein weiterer Trend auf – Gurokawaii, das zu grotesk-niedlich übersetzt werden kann. Bei dieser Form wird die Niedlichkeit nicht mit Absonderlichkeit vermischt, sondern mit Groteske. Elemente wie Blut, Totenschädel, Gehirne oder Augäpfel stehen häufig im Zusammenhang mit dieser Abwandlung der klassischen Kawaii-Kultur.
Die japanische Sängerin Kyary Pamyu Pamyu gilt in Japan als eine der einflussreichsten Stars, welche die Kimokawaii- und Gurokawaii-Kultur geprägt haben. In ihren Musikvideos bedient sie sich allerlei – auch zuvor genannter – bizarrer Motive, welche besonders in ihrem Video zu „PONPONPON“ ersichtlich werden.

Quellen:

https://www.tofugu.com/japan/kimokawaii/

 

 

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